Aussichtsloser Kampf gegen die Wassermassen
In einer Viertelstunde sei alles zerstört gewesen, sagen Bewohner des Dorfes
Koceljeva im Westen Serbiens. "Ich habe zuerst mit dem Wasser gekämpft und es
schien noch nicht so schlimm. Doch innerhalb von 15 Minuten hat mich das
Wasser von allen Seiten umzingelt und drang ins Haus ein." Das sei das Ende
gewesen.
Auch die Bewohner der Kleinstadt Obrenovac stehen vor den Trümmern ihres
Besitzes. "Alle Tiere sind tot. Alles, in was wir investiert haben, ist vernichtet",
klagt ein Mann. Inzwischen hat die Evakuierung der Stadt mit 75.000 Einwohnern
südwestlich von Belgrad begonnen.Gleichzeitig ist internationale Hilfe angelaufen.
Heute früh landeten 70 russische Katastrophenhelfer auf dem Flughafen von Nis in
Südserbien. Kroatien und Slowenien schicken Hubschrauber. Deutschland,
Österreich und andere EU-Länder unterstützen Bosnien mit Wasserpumpen,
Decken und Lebensmittel. Dort ist die Lage in Banja Luka, Verwaltungssitz des
serbischen Landesteils, besonders dramatisch geworden.
Doch auch zahlreiche andere Dörfer in Nähe der Hauptstadt Sarajevo stehen
vollständig unter Wasser. Ein Erdrutsch begrub am Freitagvormittag bei Sarajevo
acht Häuser. Augenzeugen berichteten, dass der Rutsch nur wenige Minuten
gebraucht habe. Häuser seien regelrecht verschluckt worden. Millionen
Kubikmeter Erde seien hinunter gerutscht.
16.5.2014
Quelle und gesamter Artikel: http://www.tagesschau.de/ausland/balkan-hochwasser102.htm
Schwere Überschwemmungen auf dem Balkan