Am 17. Juli 2014 stürzte ein Passagierflugzeug der Malaysian Airlines (Flug
MH17) über ostukrainischen Gebiet, in dem gekämpft wurde, ab. Das Flugzeug
startete in Amsterdam und wollte nach Kuala Lumpur. Es waren insgesamt 298
Menschen an Bord, davon stammten nach Medienberichten mehr als die Hälfte aus
den Niederlanden. Es gab keine Überlebenden.
Später stellte sich heraus, dass sich auch viele Aids-Forscher und -Aktivisten
(darunter der bekannte Aids-Forscher Joep Lange) in dem Flugzeug befanden. Sie
waren auf dem Weg nach Melbourne, wo am 20.7.2014 die 20.Welt-Aids-
Konferenz stattfand.
Es gab sofort Vermutungen, dass das Flugzeug abgeschossen worden sei, wobei
die USA und die Kiewer-Regierung sogleich den prorussischen Separatisten die
Schuld gaben. Diese beschuldigten ihrerseits die Regierung in Kiew, die Boeing
abgeschossen zu haben. Sie beriefen sich auf Augenzeugenberichte, denen zufolge
ein Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe die Boeing 777 angegriffen habe. Diese
sei anschließend in zwei Teile zerbrochen und der Kampfjet abgeschossen worden.
Am 9.9.2014 wurde ein erster Zwischenbericht der niederländsichen
Sicherheitsbehörde vorgelegt: demgemäß war dieser tragische Flugzeugabsturz
mit fast 300 Menschen an Bord, keine Störung, kein Notfall und kein
menschliches Versagen: Das malaysische Passagierflugzeug MH17 ist nach
offiziellen Ermittlungsergebnissen vor seinem Absturz über der Ostukraine von
mehreren Objekten „durchlöchert“ worden. Danach sei es auseinandergebrochen:
"Der im vorderen Bereich des Flugzeugs entdeckte Schaden scheint darauf
hinzudeuten, dass das Flugzeug von einer großen Zahl von mit großer Energie
betriebenen Objekten durchbohrt wurde, die von außerhalb des Flugzeugs kamen."
Von Raketenbeschuss sprach der niederländische Sicherheitsrat gemäß
tagesschau.de allerdings nicht ausdrücklich. Allerdings weisen die Flugschreiber
und die Daten der Luftverkehrsleitung dem Bericht zufolge auf einen normalen
Flugverlauf hin. Es habe auch keine Notsignale der Piloten gegeben. "Alles weist
auf ein abruptes Ende hin“, heißt es weiter.
Kiew hatte behauptet, dass pro-russische Separatisten die Maschine abgeschossen
hätten. Dafür und für Anschuldigungen Russlands und der Aufständischen, ein
ukrainisches Militärflugzeug habe das Feuer auf die Boeing eröffnet, finden sich in
dem Bericht aber keine Belege.Dennoch sehen sich die Separatisten durch den
Zwischenbericht bestätigt. "Es ist offensichtlich, dass es eine Provokation der
ukrainischen Armee war, um Russland und die Volkswehr zu diskreditieren. Es
gibt eine hohe Zahl von Widersprüchen in der ukrainischen Version, und der
Report bestätigt dies nur", sagte Separatistenführer Miroslaw Rudenko der Agentur
Interfax zufolge. Separatistenführer Alexander Sachartschenko behauptete: "Wir
verfügen nicht über die Technik, um ein solches Flugzeug abzuschießen."
Das russische Luftfahrtamt bezeichnete den Bericht als wenig aussagekräftig.
"Leider ist viel Zeit verstrichen - es wird kompliziert sein, alle Ursachen zu
ermitteln", sagte Experte Oleg Stortschewoj der Interfax zufolge.
Eindeutige Aussagen über einen Raketen-Beschuss sind nach den Worten von
Joustra verfrüht. "Wir wollen absolute Sicherheit", sagte er. Der Sicherheitsrat
vermutet, dass an der Absturzstelle noch Reste einer Rakete zu finden sein
könnten. Wegen der heftigen Kämpfe konnten die internationalen Experten die
Absturzstelle bisher nicht untersuchen. Angesichts der Waffenruhe im Osten der
Ukraine hoffen sie, so schnell wie möglich dorthin zu reisen.
Der endgültige Bericht soll innerhalb eines Jahres nach dem Absturz veröffentlicht
werden. Bislang nutzten die Ermittler als Quellen für ihre Ermittlungen Fotos,
Satellitenbilder, Radaraufnahmen sowie Daten von der Blackbox des Flugzeugs.
(gesamter Bericht siehe: http://www.tagesschau.de/ausland/mh17-absturz-108.html)