„Bewusst gegen Passanten gefahren“
Steiermark, Landeshauptstadt GRAZ:  Am 20. Juni 2015 rast der 26jährige
Alen R., laut Medienberichten ein Österreicher mit bosnischen Wurzeln, mit
seinem Auto durch die Grazer Innenstadt und attackiert dabei bewusst
Fussgänger.
In der Grazbachgasse hält er vor einem Supermarkt und sticht auf ein Paar
ein, das aus dem Geschäft kommt. Beide werden verletzt.
Dann macht er Jagd auf Radfahrer, die er mit seinem Auto rammt. Dann
rast er mit 100 km/h durch die Herrengasse. Eine geschockte Augenzeugin
berichtete später, er ist auf die Menschen absichtlich losgefahren.
Anschließend fuhr er in einen Schanigarten, wo acht Lokalgäste verletzt
wurden. Als nächstes rammte er zwei weitere Radfahrer.
Zum Schluss rast er zur Polizeiinspektion in der Schmiedgasse, wo er
festgenommen wurde. Bilanz der Amokfahrt: 3 Tote, 34 Verletzte.
Über die Identität und das Motiv des Täters gab es in den Medienberichten
widersprüchliche Aussagen. Einig war man sich, dass der Mann verheiratet
war, zwei Kinder hatte und schon in der Vergangenheit wegen Gewalttätig-
keiten der Polizei bekannt war. Zuletzt wurde er wegen häuslicher Gewalt
am 28. Mai von seinem Wohnsitz weggewiesen.
Diese Wegweisung wurde in den meisten Medien auch auch als Grund für
seine Amokfahrt angegeben. Verschwiegen wurde dabei, dass er Moslem
war, außerdem soll er laut Augenzeugenbericht bei der Fahrt  “Allahu 
Akbar” (”Gott ist groß”) gerufen haben.
Außerdem soll er in Sozialen Netzwerken aktiv gewesen sein, doch es war 
nur noch ein Posting zu finden. Andere Einträge sollen gelöscht worden sein,
heißt es in manchen Medien. Die Ermittler bestätigten das jedoch nicht ...
Gemäß einem Hintergrundbericht soll das Innenministerium jedoch schon
seit Monaten vor einem Terroranschlag gewusst - und auch die Stadt Graz
davor gewarnt haben. Doch dort habe man nicht reagiert ...
Ein Gutachten kam übrigens laut Medienberichten im Dezember zu dem
Schluss, dass der 26-jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war ...
Allerdings gab es bis jetzt noch kein Gerichtsverfahren ....
24.2.2016
 
Graz und ganz Österreich ist
geschockt, zahlreiche
Menschen zündeten an der
Unglücksstelle Kerzen an