Politische Position
Hillary Clinton ist durch die parteiinterne Auseinandersetzung mit Bernie
Sanders während des Präsidentschaftswahlkampfs etwas weiter nach “links”
gerückt. Im Februar verkündete sie, sie habe ihre “Hausaufgaben” gemacht - 
sie wolle einen tatsächlichen Wandel herbeiführen und das Leben der US-
Bürger/innen verbessern ...
Im August trat Hillary dann schließlich mit einer liberalen, familienfreundlichen
Wirtschaftspolitik zum Kampf gegen Donald Trump um das Weiße Haus an. Sie
wolle sich für kostenlose Studienplätze einsetzen, für staatliche Investitions-
hilfen, für Ausbildungsprogramme und für die Rückbesinnung auf die industri-
elle Produktion einsetzen. Was die Wirtschaftspolitik betrifft, wolle sie Familien
in den Mittelpunkt stellen - sie sollten steuerlich am meisten von der Politik
Clintons profitieren. Auch kostenlose Studienplätze sind eine logische Forder-
ung Clintons. Offene Studienkredite gelten als tickende Zeitbombe in der US-
Wirtschaft... 
Und sie sprach sich sogar klar gegen das umstrittene transpazifische Handels-
abkommen TPP aus. „Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl be-
kämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin“, sagte sie. Mit
dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf
weiteren Pazifik-Ländern regeln. Präsident Barack Obama hat die Partnerschaft
maßgeblich vorangetrieben. Experten sehen im Falle eines Scheiterns von TPP
auch größere Gefahren für ein amerikanisch-europäisches Abkommen (TTIP).
Neben einem milliardenschweren Investitionsprogramm für die Erneuerung der
Infrastruktur und zur Schaffung von Millionen Jobs will Clinton das Ausbil-
dungssystem reformieren. Unter dem Motto „Earn while you learn“ sollen
Zehntausende bezahlte Lehrstellen entstehen - ähnlich dem dualen Ausbil-
dungssystem in Österreich. Als Anreiz sollen Unternehmen einen Steuer-
bonus bekommen ...
Auch was die geostrategische Ausrichtung betrifft scheint es zu einem
gewissen Umdenken gekommen sein. Im Dezember 2015 sagte sie, sie wolle
mit Russland beim Anti-Terror-Kampf zusammenarbeiten ...
Ein paar Monate später bezeichnete sie jedoch Russland und vor allem auch
China als größte Konkurrenten für die USA ...
Für (positives) Aufsehen erregte sie jedoch mit der Ankündigung, sie wolle 
das Geheimnis um “Area 51” lüften ...              
Zusammenfassung:
Inhaltlich unterstützt Clinton im Wahlkampf eine Erhöhung des bundesweiten
Mindestlohns von 7,25 auf 12 US-Dollar und regionale Initiativen für höhere
Mindestlöhne, strebt aber keine bedingungslose Einführung eines bundes-
weiten Mindestlohns von 15 US-Dollar an.
Auch Steuererhöhungen für obere Einkommen gehört zu ihren Wahlzielen, das
oberste Prozent in der Einkommensstatistik der US-Haushalte würde nach
ihren Steuerplänen im Schnitt 78.000 $ im Jahr mehr bezahlen.
Außerdem fordert sie bezahlte Elternzeit für amerikanische Familien.
In ihren außenpolitischen Reden hat sie mehr auf Abgrenzung zu dem ihrer
Ansicht nach „gefährlichen“ Trump („Dangerous Donald“ ) gesetzt als eigene
Vorhaben vorzustellen.
Sie kündigte zur Bekämpfung der islamistischen Terrororganisation ISIS 
verstärkte Bombenangriffe in Irak und Syrien, eine Stärkung „antiterroris-
tischer Aktivitäten“ weltweit und eine Ausweitung geheimdienstlicher Tätigkeit
in den USA selbst an.
Anders als Obama sprach sie sich nach einem Raketentest Irans für neue
Sanktionen aus.
In einer Debatte mit Bernie Sanders sprach sie sich für die Einrichtung einer
Flugverbotszone in Syrien aus („And, yes, I do still support a no-fly zone
because I think we need to put in safe havens for those poor Syrians who are
fleeing both Assad and ISIS and have some place that they can be safe.“).
(Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Hillary_Clinton)
4.10.2016