Die ganz große Überraschung bei dieser Fussball-Europameister-
schaft waren die Isländer. Die kleine Insel-Nation schaffte es - obwohl
das erste Mal bei einem großen internationalen Turnier - nicht nur ins
Achtel-, sondern sogar ins Viertelfinale, nachdem sie die stolze Fuss-
ballnation England mit 2:1 besiegt hatten (und das kurz nach dem
“Brexit”...) .
Nicht nur der isländische Kommentator, dessen Stimme sich vor Freude
und Euphorie mehrmals überschlug (bis nur noch ein Krächzen zu hören
war), konnte es nicht fassen, sondern auch seine Landsleute. Die Insel
war im Ausnahmezustand, viele Isländer feierten die ganze Nacht hin-
durch ihre Mannschaft. Und in der Zwischenzeit versuchten noch mehr
Isländer, die allerletzten Last-Minute-Flüge zum Viertelfinale zu bekom-
men. Um mitzuerleben, wie ein ganz kleines Land ganz großen Fußball
spielt ...
Vor dem EM-Viertelfinale gegen Frankreich am 3. Juli hatte die Isländer
das Fussballfieber ergriffen - und gefühlt die Hälfte der Bevölkerung war
in Frankreich, um das Sensationsspiel live mitzuerleben - und ihre
Kicker mit “Huh’s” zu unterstützen ...
Leider erfüllten sich die Hoffnungen nicht: Frankreich gewann haus-
hoch mit 2:5. Die Isländer waren trotzdem stolz auf ihre Mannschaft,
denn für die meisten war schon das Erreichen des Viertelfinales wie ein
EM-Sieg. Und so feierten sie zu Hause ihre Fußballer mit einem letzten
"Huh" - und ein bisschen Wehmut ...
Tatsächlich sind die Isländer bei dieser Fussball-EM zum “Europa-
meister der Herzen” geworden - und kündigten umgehend eine Rück-
kehr auf die große Bühne an. Allerdings: zunächst ist mal Ausspannen
angesagt auf ihrer idyllischen, friedlichen Insel hoch oberhalb Europas
mitten im atlantischen Ozean ...
Das isländische "Húh" ist aber damit nicht gestorben, denn es ertönte
gleich darauf beim Sieg der Franzosen gegen Deutschland ...
Auch die isländische Fußballmannschaft wurde bei ihrer Heimkehr von
tausenden Fans mit dem “Huh-Chant” begrüßt, hier ein Video ...