Kommentare
Am 02. März 2017 um 20:24 von bobby3001
Berlin sollte auch jedes Mal
den türkischen Botschafter einbestellen, wenn in der Türkei Journalisten inhaftiert
werden, tausende ihren Job verlieren und als Terroristen beschimpft werden und
der Konflikt mit den Kurden eskaliert. Eigentlich könnte der türkische Botschafter
gleich sein Bett im Auswärtigen Amt aufstellen, dann hat er es nicht so weit, wenn
er morgens beim Minister antreten muss. Die Einbestellung könnte ihm dann im-
mer am Vorabend mit dem Amtsboten kostengünstig zugestellt werden. Was ist
nur mit der türkischen Regierung los? Warum muss man aus jeder Mücke einen
Elefanten machen?
Am 02. März 2017 um 20:27 von derKingtut
Kein Rechtsstaat
Wäre die Türkei ein Rechtsstaat, dann würde sie einsehen, dass die Einbestellung
des deutschen Botschafters wegen der Entscheidung eines lokalen Bürgermeisters,
die er aus Sicherheitsgründen traf, hirnrissig ist. Denn das würde ja nur Sinn
machen, wenn die Bundesregierung den Bürgermeister angewiesen hätte, die
Veranstaltung abzusagen. Das zeigt nur, dass zwischen der türkischen und
deutschen Auffassung über Rechtsstaatlichkeit Welten klaffen.
Das ist sehr traurig, zeigt es doch, dass dieses Land für unabsehbare Zeit
untauglich ist, ein Mitglied der westlichen Wertegemeinschaft zu werden.
Am 02. März 2017 um 20:29 von yolo
Als hätte man ein Recht auf Wahlkampf auf dt. Boden
Nun hofft man ja wieder, dass Frau Merkel und auch die dt. Botschafter nicht
wieder einknicken.
Wir müssen Gesicht zeigen, wenn es um Humanität und Recht geht, höre ich noch
Merkel rufen.
Gesicht zeigen, und bitte auch Schultern, wäre mir nun auch ganz lieb.
In Deutschland entscheiden Deutsche über das, was wir hier zulassen und was
nicht.
Der lange Arm Erdogans gehört gestutzt, sobald er seine Gliedmaßen über unsere
Grenze streckt.
Ich hoffe, das macht man genau so deutlich.
In jedem Fall scheint es, als träfe ihn dies mit besonderer Härte. Die Bühne, die
Autokraten so sehr lieben, wird ihnen genommen.
Schlimmer geht es für solche Menschen wohl kaum.
Am 02. März 2017 um 20:32 von eine_anmerkung
Wir haben viele türkischstämmige Mitbürger...
Wir haben viele türkischstämmige Mitbürger die aus unserem Umfeld nicht mehr
wegzudenken sind und das ist gut so und diese Menschen gehören zu uns. Ich
finde es aber nicht richtig, das aktive Wahlkampfwerbung für die Türkei auf
deutschem Boden betrieben werden darf. Das gilt umso mehr, als die momentane
politische Ausrichtung der Türkei von der Unsrigen diametral abdriftet.
Am 02. März 2017 um 20:37 von dermulla
um 20:22 von Jesus online
Die Sicherheitsbedenken richten sich gegen die Aufwiegelung türkischer AKP
Anhänger gegenüber Kurden und vermeintlicher Gülen Anhänger bzw gegen
Anhänger des bisherigen säkularen und demokratischen Systems. Es ist ver-
ständlich, daß man in der Bundesrepublik aufwieglerischer Hasspropaganda keinen
Raum geben möchte, die dazu geeignet ist den sozialen Frieden zu gefährden. Da
die AKP in der Türkei den Auftritt als Wahlkampfauftritt deklariert hat und eben
nicht als privaten Besuch ist die rechtliche Grundlage sowieso zweifelhaft.
Am 02. März 2017 um 20:40 von demokrat71
Es ist mir unbegreiflich, wie
Es ist mir unbegreiflich, wie man die Spielchen, die die türkische Regierung an der
deutschen Demokratie spielt, immer noch gutheißen kann.
Der türkische Minister soll halt bleiben, wohin er gehört, dann passiert das auch
nicht.
Deutschland als "schwach" aber vorzuführen und im Anschluss erst die deutsche
Demokratie in Frage zu stellen, dann den Innenminister sitzen zu lassen und zum
Ende noch den Botschafter einzubestellen, ist ein offensichtliches "Wer ist der
Stärkere"-Getue.
Deutschland tut gut daran, dieses Spiel nicht mitzumachen. Den Botschafter wegen
des Journalisten "nur" einzuladen, aber nicht einzubestellen, zeigt von Stärke, nicht
von Schwäche.
Solchen Leuten wie Erdogan und Gelfolge ist nur so beizukommen. Man darf sich
nicht auf ihr Niveau herablassen.
Am 02. März 2017 um 20:44 von christerix
Erdogan macht, was er will. Gespräche sind nutzlos.
Die türkische Führung macht die ganze Zeit (über)deutlich, wie wenig sie von
Deutschland hält. Während Gabriel noch den türkischen Botschafter "einlädt",
wird unser immer gleich herzitiert (= einbestellt) - ob es wegen einer Karrikatur in
einem Schulbuch ist, wegen eines kritischen Liedes, wegen der Armenien-Reso-
lution oder sonstwas.
Und jetzt wird diese Selbstverständlichkeit noch deutlicher, wenn die Werbereden
für die Türkei in Deutschland nicht erlaubt werden. Und da kommen diese Unter-
drücker der Menschenrechte, die unter dubiosen Vorwänden Kritiker wegsperren,
und reden etwas von Meinungsfreiheit. Das ist übel!
Boykott ist gut.
Denn die Türken, die Erdogan gut finden, stimmen sowieso für ihn, egal, was wir
sagen. Wer in der Türkei immer noch nicht begriffen hat, was Erdogan da vorhat,
und sich in einem pseudo-türkischen Patriotismus verrannt hat, dessen Meinung
ändern wir auch nicht.
Aber wir unterstützen die moralisch, die unter Erdogan leiden.
Er ist der Verursacher!
Am 02. März 2017 um 21:54 von riewekooche
@20:22 von Jesus online
“Deutschland richtet G7/8 G20 Gipel aus, Deutschland veranstaltet eine
Münchner Sicherheitskonferenz...”
Moment...
Die türkischen Minister kommen nicht als Regierungsmitglieder zum Staatsbesuch
oder zu einem offiziellen bi- oder multilateralen politischen Treffen, wie es bei
G8-/G20-Gipfeln oder Sicherheitskonferenzen der Fall ist. Sie kommen als hoch-
rangige Parteimitglieder, um Wahlkampf zu machen. Ich sehe nicht ein, warum
jetzt mit Steuergeldern auch noch die Sicherheit des türkischen Wahlkampfs ge-
währleistet werden soll. Ich sehe allerdings genauso wenig ein, daß alternativ türk-
ische Sicherheitskräfte auf deutschem Boden aktiv sein dürften. Also sagt man das
Ganze am Besten ab. Wahlkampf gehört allein in das die Wahl austragende Land.
Am 02. März 2017 um 22:21 von derdickewisser
Gabriel und Merkel sind beschämend und peinlich
Das heutige Statement Gabriels zur Absage des Gaggenauer Wahlauftritts für die
allmähliche Abschaffung der Demokratie in der Türkei ist ebenso peinlich wie das
herumgeeiere der Kanzlerin.
Es war und ist ein Fehler, dass die türkische Regierung, beispielsweise über Ditib,
hier ins Land hereinregiert. Hunderte von Moscheen, die unmittelbar dem türki-
schen Religionsministerium und damit mittelbar Erdogan unterstellt sind, hätten
niemals genehmigt werden dürfen.
Was hört man eigentlich hinsichtlich der Aufforderung gegenüber türkisch-
stämmigen Schülern und Lehrern, in Schulen zu spitzeln? Ist das schon ad acta
gelegt?
Am 02. März 2017 um 22:26 von derdickewisser
Lieber Herr Jesus online :-)
einer der Gründe für die Absage war, dass die Veranstaltung eben nicht als die
eines Staatsmanns angekündigt worden war, sondern man dessen Auftreten
verschwiegen hatte - warum das so ist und warum man so getan hat, als gehe es
nur um eine bloße Mitgliederversammlung, sollte man die Veranstalter fragen, die
offenbar eine völlig andere Art der Veranstaltung angekündigt haben als sie ge-
plant hatten. So etwas lässt tief blicken und ist allemal ein Grund für die Absage.
Es ist jedenfalls eine bemerkenswerte Vorspiegelung falscher Tatsachen. Was
denken diese Leute eigentlich, wo sie hier sind?
Am 02. März 2017 um 22:29 von derdickewisser
Bei seinem letzten Auftritt in D
hat Erdogan seine Landsleute ermahnt, ja nie zu vergessen dass sie Türken seien.
Türken und nichts anderes. Und dass sie nie meinen sollten, Deutsche zu sein.
Bereits das ist m.E. ein Grund, ihn hier nicht reden zu lassen, und seine Minister
ebenso wenig; denn es verhöhnt all jene Türken, die sich hier um Integration
bemühen und huldigt einem platten Nationalismus, der hier nicht herpasst.
Am 02. März 2017 um 22:48 von yolo
@um 22:07 von 123Kid
“Das kann aber nur ein Anfang sein gegen die deutsche Einflussnahme. Hier wird
die Souvärenität und Rechtsstaatlichkeit eines Landes untergraben.”
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Bitte? Von welchem rechtstaatlichen Land sprechen Sie jetzt? Habe ich Sie ggf.
missverstanden?
Deutsche Einflussnahme? Worauf?
Auf den türkischen Wahlkampf?
Dieser sollte dann doch bitte auch im Heimatland stattfinden und nicht auf dt.
Boden.
Wer verletzt denn nun die Souveränität?
Worin wird die Türkei beschnitten?
In ihrem Land kann sie gern Wahlkampf betreiben; aber nicht in Deutschland,
solange man demokratiefeindlich eingestellt ist.
Wer Ansichten wie Erdogan vertritt, würde in unserem Land sicher vom
Verfassungsschutz observiert werden müssen. Die Würde, die Meinungsfreiheit,
die Pressefreiheit, die Gleichheit, die Reisefreiheit... alles durch Erdogan in der
Türkei nicht vorhanden.
Und manche Deutsch-Türken fiebern diesem Herrn entgegen?
Dann bitte sich freiwillig beim Verfassungsschutz melden, würde ich raten:
Ungeheuerlich!
Am 02. März 2017 um 23:16 von Andi13
Früher oder später..
wird man sich mit der doppelten Staatsbürgerschaft beschäftigen müssen - auf
Dauer kann sowas nicht gutgehen, viele Türken, die ich kenne, sind integriert, aber
noch mehr befürworten sie den ziemlich radikalen Koran und stellen ihn über
unser Grundgesetz...  klar, das ist nur ein ziemlich kleiner Einblick, den ich habe,
spiegelt aber meiner Meinung nach die Situation wider.
Quelle: http://meta.tagesschau.de/id/121016/tuerkei-bestellt-offenbar-deutschen-botschafter-
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