KOMMENTARE
Am 07. März 2017 um 23:31 von Leser_Home
Wo bleibt die politische Konsequenz?
Wieso betreibt ein ausländischer Staat in Deutschland Wahlpropaganda? Mir wäre
nicht bekannt, dass dies in anderen Staaten vergleichsweise genauso wäre.
Komisch, nur in Deutschland scheint dies der Fall zu sein. Eindeutig erwartet der
überwiegende Großteil der deutschen Bevölkerung hier eine eindeutige Aussage
analog der Niederlande oder Österreichs. Doch scheinbar wird sich dieser poli-
tische Wunsch wieder mal nicht erfüllen. Bleibt nur zu hoffen, dass dies die Bürger
bei ihrer nächsten Stimmabgabe nicht vergessen haben.
Am 07. März 2017 um 23:37 von denkmalnach
Falsche Strategie
Leider fährt die Bundesregierung eine völlig falsche Strategie gegen die Türkei.
Appeasement-Politik, das lehrt uns die Geschichte, hilft bei jemandem, der aus
dem Holz eines Erdogan geschnitzt ist, sehr wenig.
Das türkische Volk ist leider mittlerweile in seiner Mehrheit von Erdogan so
verblendet, dass es ihm in ALLEM folgen würde. Es ist für mich keine Grenze
mehr denkbar, welches das türkische Volk seinem Führer hier setzen würde.
Daher hilft hier nur noch Härte.
1) Abzug aller Bundeswehrsoldaten
2) Wirtschaftsembargo
3) Einreiseverbote in die EU für die gesamte Erdogan-Riege...
... nur um 3 wirksame Maßnahmen zu nennen.
Das türkische Volk muss verstehen lernen, dass sich extremer Nationalismus nicht
lohnt und seinen Preis hat. Ansonsten steht mit jeder Maßnahme immer nur
Erdogan als Gewinner da.
Am 07. März 2017 um 23:38 von winstonsmith2014
Hier irrt Herr Gabriel
es geht nicht um unsere Freundschaft zu den Türken.
Es geht ganz simpel um unsere Feindschaft gegen Despoten und ihre Anhänger.
Demokraten müssen auch kämpfen können, um ihre Werte zu VERTEIDIGEN.
Das haben viele unsere Politiker vergessen oder nur als hohle Sprechblasen ver-
innerlicht.
Erdokhan weiß, wozu man die Demokratie benötigt: Als eine bequeme Station, um
dann auszusteigen, wenn seine islamistische Revolution am Ziel ist.
Und wir sind so blöd, zu glauben , dass wir die Weichen dirigieren.
Am 07. März 2017 um 23:40 von Orfee
so funktioniert es nicht Herr Gabriel
Ein dänischer Psychologe, der die Muslime jahrelang studiert hat, sagt:
"Nicolai Sennels: Meine Erfahrungen zeigen mir, dass Muslime nicht verstehen,
wie wir Westler Probleme mittels Kommunikation zu lösen. Muslime wachsen in
einer Gesellschaft mit starken äußeren Autoritäten und klaren Verhaltensregeln
auf. Der westliche Weg, Kompromisse und Nachdenken als Problemlösungsansatz
anzustreben, wird in der Folge als Schwäche gesehen. Muslime verstehen zu
großen Teilen diesen weicheren Weg einfach nicht. Die Konsequenz ist, dass wir
ihnen in der Sozialarbeit und -politik strengere Grenzen und härtere Konsequenzen
entgegensetzen müssen, wenn wir ihr Verhalten wirklich beeinflussen wollen. "
Die Türkei und Erdogan wird ihre Versuche als Schwäche sehen. Sie geben ein
grünes Licht für weiter so Herr Gabriel.
Zuerst Kulturen studieren und verstehen bevor man Aussenminister wird.
Am 07. März 2017 um 23:47 von nie wieder spd
Mittlerweile könnte man den
Mittlerweile könnte man den Eindruck bekommen, dass der Journalist Yücel das
Bauernopfer geben muss, damit sich die Bundesregierung nicht auf die durch
Erdowahn auszulösende, drohende Flüchtlingswelle herausreden muss. Zum
aktuellen Zeitpunkt könnte man jedem türkischen Politiker, von denen Niemand
mehr als Privatperson kommen kann, die Einreise verweigern, mit dem Argument
drohender Unruhen durch die hiesigen rechtsgerichteten AKP-Symphatisanten.
Unabhängig davon, dass jedwede Reaktion seitens der Bundesregierung hilfreich
für Erdowahn ist. Denn genug Getöse darum hat der kranke Mann vom Bosporus
ja gemacht.
Am 07. März 2017 um 23:49 von Lutz Jüncke
'Hate-Speech'?
"Yücel ein "Beispiel gelungener Integration"
Wie bitte, Herr Gabriel?
"Der baldige Abgang der Deutschen ist Völkersterben von seiner schönsten
Seite."
"Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal."
Diese beiden Zitate des Herrn Yücel sprechen - meiner bescheidenen Meinung
nach - eher weniger für eine gelungene Integration.
Und einem Mann wie Thilo Sarazin - ob man ihn nun mag oder nicht - nach
dessem überlebtem Schlaganfall zu wünschen, "der nächste Schlaganfall möge
gründlicher erledigen, was der erste versäumte" ist für mich ein denkbar
unmenschliches Beispiel für die so verpönte 'Hate-Speech'.
Niemand wünscht Herrn Yücel einen Aufenthalt in einem türkischen Gefängnis.
Aber ein deutscher Außenminister sollte schon besser informiert sein - und ein
"Beispiel gelungener Integration" sieht - wiederum lediglich meiner persönlichen
Meinung nach - anders aus.
Am 07. März 2017 um 23:51 von StöRschall
Leser-home
"Wieso betreibt ein ausländischer Staat in Deutschland Wahlpropaganda? "
Um Stimmen zu gewinnen.
In anderen Lândern ist er auch auf Stimmenfang.
Es scheint, als wäre er auf jede Stimme mächtig angewiesen.
Womöglich weiss er, dass es für ihn im eigenen Land eben nicht reicht. Deshalb
der Aufwand. Wer hat sowas ausser ihm auch nötig?
Mir fällt niemand ein.
Wobei ...
Wäre nur ärgerlich, wenn ihm diese Beutezüge helfen könnten, seinen
Machtanspruch auszubauen.
Am 07. März 2017 um 23:53 von bishop
erdowahn
Wir sollten aufhören solchen Personen ÜBERHAUPT mentalen Raum für
Selbstdarstellungen zu geben. Ignoranz und aus den Medien raushalten wäre
vielleicht die richtige Gegenwehr und größte Strafe für solche Na(r)zisten).
Obwohl mir wirklich auch die Galle kocht, will ich´s mal mit einer alten,
deutschen Redewendung kurz zusammenfassen.
"Was juckt´s die deutsche Eiche , wenn ein Schwein sich an ihr kratzt" :)
Am 07. März 2017 um 23:54 von Trans Atlantiker
Ruhig Blut
Gabriel handelt völlig richtig.
Die Nazi-Vergleiche Erdogans sollen das eigene Volk polarisieren und sollen von
den massiven innen- und wirtschaftspolitischen Schwächen der Erdogan-Regier-
ung ablenken. Man sollte als Deutscher darauf also nicht anspringen. Manche
Foristen müssen da noch viel an politischer Erfahrung hinzu lernen.
Am 07. März 2017 um 23:54 von fathaland slim
Ungeahnte Höhen der Peinlichkeit
Eine türkische Partei betreibt Wahlkampf mit 1,4 Millionen türkischer
Wahlberechtigter in Deutschland als Zielgruppe.
Das ist erst mal legitim.
Wie die Sache von beiden Seiten geräuschvoll aufgeblasen wird ist ungeheuer
kontraproduktiv. Nationalistische Wallungen auf beiden Seiten, und damit meine
ich die AKP und die deutsche Rechte, sind dies erst recht. Aber so ist es nun mal,
wenn Nationalisten aufeinandertreffen.
Herr Gabriel sagt genau das Richtige, und ihm Unterwürfigkeit und ähnliches
vorzuwerfen geht komplett am Thema vorbei.
Selbstverständlich wird Herr Gabriel auf die AKP-Provokationen nicht dergestalt
reagieren, daß er der Türkei den Krieg erklärt. Auch wenn das eine starke Fraktion
hier im Forum wohl gern hätte.
Wenn der geistige Zwillingsbruder Donald Trumps gern den dünnhäutigen Bully
geben will und unbedingt Krawall möchte, dann sollte man sich darauf nicht
einlassen. Jeder blamiert sich so gut er kann, und Herr Erdogan reizt gerade die
Grenzen der Peinlichkeit aus.
Am 07. März 2017 um 23:55 von Stimme77
Und ein Herr Verheugen...
...sitzt in etlichen TV Talks und verbreitet seine These, man solle mit der Türkei
wieder an den Tisch um die Beitrittsverhandlungen fortzusetzen.
Mag ja sein das in der jetzigen Situation eine harte Kante genau das wäre, auf was
Erdogan hofft. Nur, nur nach den Wahlen zu seinem Referendum, sollte man dann
aber mal tacheless reden, denn so gehts ja echt nicht.
Am 07. März 2017 um 23:55 von claudio_im_osten
Gute Reaktion von Gabriel.
Diplomatisch in den Worten, aber klar in der Aussage. Kann ich gut
nachvollziehen.
Dennoch wird sich die Bundesregierung gegenüber dem türkischen Ansinnen
positionieren müssen, dass türkische Diskussionen durch Vertreter der türkischen
Regierung bei uns öffentlich ausgetragen werden sollen.
Wenn sich die türkische Bevölkerung wirklich benachteiligt fühlen sollte - das
behauptet ja dieser Minister - und eher an der türkischen politischen Entwicklung
teilhaben will als hier bei uns, gibt es ja eine nachvollziehbare Konsequenz. Wer
gegen Assimilation in unserer Gesellschaft ist (Aussage Erdogan), hat einen
einfachen Weg zurück in sein Heimatland, und es gibt niemanden hier, der ihn
diesen verwehrt.
Das sollten wir unseren Migranten mit türkisch-deutscher Staatsbürgerschaft auch
mal deutlicher und selbstbewusster mitteilen. Denn auch die türkisch-deutschen
Staatsbürger müssen sich irgendwann einmal entscheiden, wohin sie gehören
wollen.
Quelle: http://meta.tagesschau.de/id/121161/gabriel-zum-nazi-vergleich-eine-unglaubliche-
provokation