Am ersten Prozesstag wurde auch die “Medikation” des Angeklagten
angesprochen:
14.53 Uhr: Medikation wird für Verteidigung kopiert
Die Frage danach, wieviele oder welche Tabletten Alen R. nehmen müsse, geht
weiter. Für die Verteidigerin wird die Auflistung der Medikation kopiert, da sie
diese nicht erhalten habe und der Gerichtsgutachter Manfred Walzl dazu keine
genaue Auskunft gegeben hätte. Es kommt zu einem kleinen Gefecht, immerhin
habe Hirschbrich als Anwältin Akteneinsicht. Ein Mitarbeiter des Gerichts verlässt
schließlich den Gerichtssaal, um eine Kopie für die Verteidigerin anzufertigen.
14.43 Uhr: In Sigmund Freud Klinik untergebracht
Die Anwältin von Alen R. Liane Hirschbrich befragt den Amokfahrer dazu,
wieviele Spritzen und Tabletten er in der Justizanstalt Göllersdorf erhalten habe.
"Was hat man gesagt, warum brauchen Sie das?" - Erklärt habe das niemand, man
hätte gesagt, das wäre wegen der Rückenschmerzen.
Auch in der Sigmund Freud Klinik, wo er für den Zeitraum der Verhandlung
untergebracht ist, bekomme er Tabletten. Zusätzlich nehme er Psychotherapie und
Musiktherapie in Göllersdorf in Anspruch.
Niemand habe ihm gesagt, wofür er die Tabletten nehmen müsse.
14.36 Uhr: Wo war der Schwiegervater?
Wieder ist der Schwiegervater Thema, denn Alen R. will ihn am Hauptplatz
gesehen haben. "Das war zum Beginn der Herrengasse, dort wo der Brunnen ist",
so Alen R. Die Vermutung, es könnte sich um den Schwiegervater handeln,
äußerte Alen R. heute zum ersten Mal.
14.23 Uhr: "Welche Zeichen machen die Leute?"
Der Gutachter Jürgen Müller will wissen, welche Zeichen die Leute machen
würden. "Zeichen wie Pistole." - Was bedeudet das? - "Dass sie mich umbringen
wollen." Die Personen hätten auch beim AMS angerufen und gefragt, wann er dort
Termine habe. "Sie haben Todesdrohungen gemacht." Der Gutachter befragt Alen
R. nach weiteren Wahrnehmungen. Leute hätten auch Steine an sein Fenster
geworfen, das ginge schon ein paar Jahre so.
"Meine Ehefrau hat versucht mich zu vergiften. Ich hatte immer Bauchschmerzen
nach dem Essen", so Alen R.. Auch früher habe es schon Versuche gegeben, ihn zu
vergiften. Aktuell nehme er Psychopharmaka - er mache sich so viele Sorgen
wegen der Kinder und der Vater sei erkrankt, so Alen R.
14.11 Uhr: "Fühlte mich verfolgt"
"Ich habe dieses Ehepaar zuvor noch nie gesehen. Diese Personen gaben mir ein
Handzeichen und wollten mich aufhalten", gab R. bei seiner Einvernahme an.
Heute erklärt er, er habe sich damals geirrt und das Paar verwechselt.  Dann habe
er einen Schuss gehört und wollte los fahren. - Warum sind Sie auf die Frau los,
wenn Sie sich von Männern verfolgt fühlten? - will eine Sachverständige wissen. 
"Ich hatte sie nicht erkannt." - Ein Video zeigt, dass er zuerst auf die Frau los ging.
Quelle und gesamter Artikel:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/amokfahrt/5088152/ Amokfahrer-vor-Gericht_
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