Nervengift-Anschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Skripal - 
neuerliche Anschuldigungen - aber ohne jegliche BEWEISE !!
Anschlag auf
russ.Ex-Spion
Sergej Skripal
Der Streit über den Giftanschlag von Salisbury wächst sich nun (23.3.) zu
einem Konflikt zwischen der EU und Russland aus. 
Die Staats- und Regierungschefs der Union stellten sich auf dem Gipfel in Brüssel
klar an die Seite Großbritanniens und schlugen eine härtere Gangart gegen Russ-
land ein. Dessen Verantwortung erklärten sie für „höchst wahrscheinlich“ 
(und das reicht für eine Vorverurteilung??).
Sanktionen in irgendeiner Form verhängt die EU zunächst nicht. In der Abschluss-
erklärung wird Moskau aber nunmehr auch mit weiteren Schritten gedroht: "Die
EU-Staaten werden sich mit Blick auf die Konsequenzen abstimmen im Lichte der
Antworten, die Russlands Führung vorlegt." Heißt es wörtlich in dem von allen 28
verabschiedeten Text. Die EU berief außerdem ihren Botschafter aus Moskau
zurück...               
Mehr...
Der neue russische Botschafter in Deutschland hat scharf auf die Erklärung
des EU-Gipfels reagiert. "So eine Sprache ist inakzeptabel", sagte Sergej
Netschajew der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagsausgabe). Netschajew
bekräftigte Russlands Angebot, bei der Aufklärung des Giftanschlags von Salis-
bury mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten. "Aber wir sind
gegen Ultimaten und unbewiesene Verleumdungen, geprägt von unangemessenen
Aussagen und Parallelen", so Netschajew.
Aber auch in Deutschland gibt es kritische Stimmen: So hatte Wolfgang
Kubicki, FDP-Vizefraktionsvorsitzender, in der Deutschlandfunk-Sendung
Kontrovers am 19.3. die "Solidaritätserklärung" Deutschlands, Frankreichs und der
USA mit Großbritannien als einen "Fehler" kritisiert, sie sei voreilig gewesen, weil
es bisher noch gar keine Beweise gebe ...
Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht sich gegen eine Ausweisung
von russischen Diplomaten aus Österreich aus ...
London verweigert Moskau im Übrigen ohne Angabe von Gründen den
Zugang zu Ermittlungsmaterialien und verstößt damit gegen die
Chemiewaffenkonvention...
Namhafte Experten glauben übrigens nicht, dass Russland hinter dem
Angriff auf den Ex-Spion Sergej Skripal steht:
So hat sich Chemiewaffen-Spezialist Leonid Rink zu Wort gemeldet. Der Mann,
der seinerzeit an der Entwicklung des Nervengiftes „À234 Nowitschok“ gearbeitet
hatte, nennt vier Argumente, warum Russland mit größter Wahrscheinlichkeit
nicht hinter dem Attentat steckt ...
Auch Walter Katzung, deutscher Chemiewaffen-Experte äußert sich kritisch
und vermutet westliche Geheimdienste hinter dem Anschlag -  denn “Der Westen
kennt den angeblich verwendeten Nowitschok-Kampfstoff.” Außerdem weist er
darauf hin, dass die Fakten fehlen und kritisiert die Berichterstattung: “Eine
politische Einschätzung der Vorgänge sei nicht möglich,” so Katzung.
„Es fehlen einfach die Fakten“, stellte er fest, „die Briten geben nichts raus. Das
Wenige, das man aus der Erfahrung oder aus Gesprächen mit Kollegen zusammen-
sucht, fügt sich zu einem kleinen Bild: Es ist nicht ausgeschlossen, dass es Nowit-
schok war. Es kann auch ein anderer nervenschädigender Kampfstoff gewe-
sen sein. Das wissen wir erst, wenn die OPCW-Kontrollgruppe, die jetzt dort
ist, etwas veröffentlicht. Das muss man erstmal so hinnehmen.“
Quelle und gesamter Artikel:  https://de.sputniknews.com/politik/20180321320009945-
chemiewaffen-kalter-krieg-skripal/
Es gibt aber auch geopolitsche Gründe seitens Großbritannien für diesen  
Frontalangriff auf Russland ...
Und hier ein weiterer Hintergrundbericht zum Fall Skripal ... 
24.3.2018