Mutter Teresas „Eingebungen“ begannen gemäß ihren eigenen Angaben am
10. September 1946 und dauerten bis Mitte des darauf folgenden Jahres: In der
Folge kam es zwischen CHRISTUS und Mutter Teresa zu einem bewegenden
Austausch von großer Schönheit:
Mit äußerster Zärtlichkeit wandte Er sich an sie als „My own spouse“ (Er
sagt nicht bride/Braut, sondern wörtlich: Meine eigene spouse/Gattin) oder
„My own Little one“ (eigentlich: Meine eigene Kleine). Mutter Teresa
erwiderte „My Jesus“ (Mein Jesus) oder „My own Jsus“ (Mein eigener Jesus);
sie verlangte danach Liebe mit Liebe zu erwidern.
In diesem heiligen Dialog offenbarte Jesus ihr Sein Herz: Seinen Schmerz,
Seine Liebe, Seine Barmherzigkeit, Seinen Durst nach denen, die am
meisten leiden. Außerdem enthüllte Er ihr Seinen Plan, sie als eine Botin
Seiner Liebe auszusenden. Diese Offenbarung fand in ihrer Seele ein tiefes
Echo. Viele Jahre früher hatte sie in einem Brief nach Hause ihren Wunsch
ausgedrückt „Freude in das Leben“ derer zu bringen, zu denen sie gesandt
worden war. Sie hatte um die „Kraft“ gebeten, „stets das Licht ihres Lebens
sein zu dürfen und sie so zu Dir zu führen“.
Doch der Ruf, Loreto zu verlassen und ein Zeichen für die Gegenwart
Christi, eine Botin Seiner Liebe und Seiner Barmherzigkeit für die Ärmsten
der Armen in den Slums zu sein, war eigentlich nicht die Art von Antwort,
die sie auf ihr Gebet erwartet hatte. Trotzdem hörte die „Stimme“ nicht auf
zu flehen: „Komm, komm (doch), trag mich in die Löcher der Armen.
Komm, sei Mein Licht.“ Seine Einladung war durchtränkt von Vertrauen in
sie.
Während ihrer Exerzitien in Darjeeling begann Mutter Teresa einen Bericht
darüber zu verfassen, „was zwischen Ihm und mir während der Tage vieler
Gebete geschah“. Später nannte sie diese Notizen „die Abschrift der
Stimme seit September 1946“.