Herkunft und Familie
Die Familie von Straches Vater stammte aus Reichenberg im böhmischen
Sudetenland (heute Tschechien). Die Urgroßeltern studierten zunächst an der
Universität Prag. Sie wurden nach seinen Angaben von dort vertrieben und flüchte-
ten nach Wien. Der Urgroßvater war Diplom-Ingenieur und starb zwischen 1945
und 1947 als Zwangsarbeiter an einem Herzinfarkt.
Erich Wild, Straches Großvater mütterlicherseits, stammte aus Heidelberg, ge-
langte 1938 als Wehrmachtssoldat beim Anschluss Österreichs nach Neunkirchen
(Niederösterreich) und fand dort seine spätere Frau. Während eines Fronturlaubs
heiraten beide, 1944 kam Straches Mutter zur Welt. Im Jahr 1945 starb der Groß-
vater, zehn Jahre später auch die Großmutter. Straches Mutter wuchs schließlich
bei ihrer Tante auf.
Marion Strache, eine Drogistin, zog ihren Sohn im Wiener Stadtteil Erdberg in der
Keinergasse faktisch alleine auf. Sein Vater Heinz-Roland Strache maturierte am
französischen Lycée Français de Vienne und studierte zunächst Welthandel. Er
brach sein Studium jedoch ab, ließ die Familie zurück und bereiste als „Aus-
steiger“, Reiseleiter und Schriftsteller die Welt.
Ausbildung und berufliche Tätigkeiten
Strache verbrachte seine Volks- und Hauptschulzeit im Internat. Zunächst
besuchte er von 1975 bis 1979 die katholische Privatschule der Neulandschulen am
Laaerberg und nach der Volksschulzeit vier Jahre lang die Hauptschule der
Schulbrüder in Strebersdorf.
Nach der Hauptschule besuchte er die Handelsschule Weiss im 3. Wiener
Gemeindebezirk, die er aber nach einem Jahr abbrach. Er absolvierte stattdessen
eine vierjährige Lehrausbildung zum Zahntechniker. Nach der Lehre leistete
Strache im Jahr 1990 seinen achtmonatigen Präsenzdienst im Bundesheer bei den
Jägern und durchlief bei den Sanitätern der Van-Swieten-Kaserne in Wien-
Stammersdorf eine vorbereitende Kaderausbildung (vbK) zum Unteroffizier der
Miliz.  Sein letzter Dienstgrad war Korporal.
Strache erwarb die Studienberechtigung und begann kurzzeitig ein Studium der
Geschichtswissenschaften an der Universität Wien. Ohne das Studium abzu-
schließen machte sich Strache anschließend selbstständig und gründete 1993 das
zahntechnische Unternehmen Dental Labor Strache GmbH welches bis 1998
Bestand hatte. Ab 2000 war er zwei Jahre als Prokurist bei der Care Partners
Werbeberatungs GmbH tätig und bis 2004 auch deren Gesellschafter.
Kontakte mit Rechtsextremisten
Strache wurde im Alter von 15 Jahren Mitglied der schlagenden und deutsch-
nationalen Schülerverbindung Wiener pennale Burschenschaft Vandalia.  Dort
kam er in Kontakt mit Rechtsextremisten wie Gottfried Küssel, dem Leiter der
später verbotenen VAPO, und Franz Radl.
Er verliebte sich in Gudrun, eine Tochter von Norbert Burger, mit der er sieben
Jahre lang liiert war. Gemeinsam mit ihr verbrachte er viele Wochenenden mit
dessen Familie in Kirchberg am Wechsel. Später bezeichnete Strache ihn auch als
„Vaterersatz“. Durch den Kontakt zu ihm lernte er weitere Rechtsextremisten
kennen.
Strache nahm um 1985/86 an von Burschenschaftern organisierten,
nationalen Zeltlagern in Kärnten teil und beteiligte sich in Zweikirchen bei
Sankt Veit an der Glan mit einigen österreichischen Neonazis an Übungen in
militärischer Kleidung mit Gummiknüppeln, vermuteten Pumpguns und Geweh-
ren. Dort waren bekannte damalige österreichische Neonazis, darunter Andreas
Thierry und Jürgen Hatzenbichler.
Straches Kontakte und Aktivitäten wurden am 23. August 2007 durch sieben
Fotografien und zwei Zeugenaussagen, eine davon von Ewald Stadler,
erwiesen.  Fünf der Fotos hatte Strache zuvor selbst dem ORF vorgelegt, sie aber
als harm-loses Paintball-Spiel zum Aggressionsabbau mit damals „unbeschol-
tenen“ Teil-nehmern erklärt. Die übrigen zwei Fotos der Serie zeigten die Teil-
nehmer mit für Paintball unüblichen Waffenarten; sie wurden 2008 veröffentlicht. 
Am 31. Dezember 1989 nahm er an einem Treffen der neonazistischen
Wiking-Jugend nahe Fulda teil. Strache meinte später dazu, er habe Silvester
1989 zusammen mit Vertretern der Wiking-Jugend an einer Aktion an der inner-
deutschen Grenze teilgenommen, um Care-Pakete für die DDR-Bürger über die
Grenze zu werfen. Er sei auch nie Mitglied der Wiking-Jugend gewesen und habe
seit damals keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt. Strache wurde dort auch vom
Bundesgrenzschutz festgenommen, dies sei aber nur zur Feststellung seiner
Identität erfolgt.
1990 besuchte Strache als FPÖ-Mitglied eine Wahlkampfveranstaltung der
Gruppe Nein zur Ausländerflut, nach der die Polizei ihn kontrollierte.
Spitzenkandidat der Gruppe war der Rechtsextremist Horst Rosenkranz, auf ihrer
Wahlliste kandi-dierten auch der Holocaustleugner Gerd Honsik und Straches
Bekannter Franz Radl. Die Gruppe wurde dann wegen NS-Wiederbetätigung nicht
zur Wahl zugelassen.
Ebenfalls 1990 nahm Strache an einer Veranstaltung der rechtsextremen DVU
in Passau teil. Dabei nahm die deutsche Polizei ihm einen Schreckschussrevolver
ab. Er habe diesen zum Selbstschutz vor „Glatzköpfen“ bei sich getragen und dafür
eine Geldbuße zahlen müssen, erklärte Strache 2007 nach Bekanntwerden des
Vorgangs.
In einem Adressbuch, das bei einer Hausdurchsuchung bei dem Rechtsextremisten
Franz Radl im Jahr 1993 beschlagnahmt wurde, war auch ein „Heinrich Strache“
vermerkt. So sei Strache nach Aussage einer Tochter von NDP-Chef Norbert
Burger in dieser Zeit genannt worden. Strache bemerkte dazu, dies seien
„Geschichterln“. Da werde etwas konstruiert.
Einen Kontakt zu Küssel und seine Teilnahme an einer Art Wehrsportübung in
Niederösterreich bestätigte Strache 2009 in einer Monografie von Nina Horaczek
und Claudia Reiterer. An das genaue Jahr könne er sich nicht mehr erinnern, aber
er habe die Teilnahme abgebrochen und sei entsetzt wieder nach Hause gefahren.
„Im Zuge dieses ganzen Treibens war mir klar, das sind Leute, das ist ein
Wahnsinn. Das ist für mich sozusagen der Bereich, wo ich überhaupt nicht mit
kann.“
Politische Karriere
Wiener Stadt- und Landespolitiker (1991–2005)
Mit dem Zahnarzt Herbert Güntner, seinerzeit FPÖ-Bezirksobmann in Wien-
Landstraße, teilte Strache viele politische Ansichten. Durch diese Bekanntschaft
kam er mit der FPÖ in Kontakt und wurde Mitglied der Partei.
Im Alter von 21 Jahren wurde er 1991 jüngster Bezirksrat Wiens, drei Jahre später
löste er Günther als FPÖ-Bezirksobmann des 3. Bezirks ab.
Im Jahr 1996 schied er in seiner Position als Bezirksrat aus, wurde Landtagsab-
geordneter im Wiener Landtag und Mitglied des Landesparteivorstandes der FPÖ
Wien, dessen Mitglied er heute noch ist.
Zwischen 1997 und 1998 war er außerdem Geschäftsführender Landesobmann des
“Rings Freiheitlicher Jugend” (RFJ), der Jugendorganisation der FPÖ.
Als Abgeordneter im Landtag setzte er sich unter anderem gegen die von der SPÖ
und Grünen beschlossene „Stadtbürgerschaft“ und das Ausländerwahlrecht in
Wien ein. Gemeinsam mit der Österreichisches Volkspartei (ÖVP) klagten die
Freiheitlichen erfolgreich beim Verfassungsgerichtshof gegen das Wahlrecht für
Nicht-EU-Bürger, der das Gesetz als verfassungswidrig einstufte.
Christa Zöchling schrieb Strache 2003 in der Zeitschrift profil eine „Nähe zu
nationalsozialistischem Gedankengut“ zu. Eine Klage Straches dagegen wurde
2004 in zweiter Instanz rechtskräftig abgewiesen.
2004 wurde Strache als Nachfolger von Hilmar Kabas zum Parteiobmann der
Wiener FPÖ gewählt und Mitglied des Bundesparteivorstandes. Zu dieser Zeit
wurde über mögliche EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beraten und die
österreichische Regierung hatte dazu keine einheitliche Position. Während der
damalige Kärntner FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider Beitrittsverhandlungen
befürwortete, lehnte Strache Beitrittsverhandlungen ab und forderte eine Volksab-
stimmung. Strache vertrat damals die Position, dass die Türkei kein Teil Europas
sei. 
Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz-
Christian_Strache) Stand: Mai 2016, dort gibt es weitere Quellenangaben